„Aktionsbündnis für Bildung“ in Bremerhaven – Wo sind Sie, Frau Bogedan?

Heute, 31. August, 13.50 Uhr, übergibt das Bremerhavener „Bündnis für Bildung“ 29 Einladungen zu Schulbesuchen in Bremerhaven an die Senatorin für Kinder und Bildung, Frau Bogedan.

Ort der Übergabe: Behörde der Senatorin für Kinder und Bildung, Raum 511.
Hintergrund: Am 7. Juni 2016 hatten sich 4.500 Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte an einer ersten Notfallübung beteiligt und ein „S.O.S“ nach Bremen gesandt. Sie forderten unter dem Motto „Wo sind Sie, Frau Bogedan?“ die Senatorin auf, sich vor Ort ein Bild von den Schulen der Seestadt zu machen.

Von 29 der 37 Schulen erhielt Frau Bogedan eine Einladung zu einem Schulbesuch in DIN A3-Format. Im Einladungstext führten Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte aus, warum eine Visite gerade an ihrer Schule besonders dringend erforderlich ist. Die aufgeschriebenen Gründe reichten von fehlenden Lehrkräften, abgesetzten Arbeitsgemeinschaften, zu wenigen und zu kleinen Räumen, zum Teil in schlechtem Zustand bis hin zu einem Mangel an Förderung.

Insbesondere erwarten die Beteiligten allerdings, dass sich die Senatorin in den Schulen zeigt und sich den Fragen und Erwartungen direkt stellt – gerade zu Beginn eines Schuljahres, bei dem in den Schulen in Bremerhaven fast 40 Stellen von Lehrkräften nicht besetzt wurde.

4500 Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte fragen: Wo sind Sie, Frau Bogedan?

Bremerhavener Schüler/innen, Eltern und Pädagog/innen demonstrierten am 7. Juni für  mehr Geld für die Bildung

Unter dem Titel „Wo sind Sie, Frau Bogedan?“ hat am 7. Juni in Bremerhaven an drei Standorten eine Notfallübung stattgefunden. Schüler/innen, Eltern und Lehrkärfte machen damit eins deutlich: Sollte sich die Situation an den Schulen nicht umgehend verbessern, so dürfte der „Notfall“ harte Realität werden.

ZEB_Demo_Juni_2016_Lehe


Aufgestellt in Riegen übten die Schüler/innen das rhythmische Klatschen zum Signal „SOS“. Mit dieser Unterrichtsform können viele Schüler/innen zeitgleich durch einzelne Lehrkräfte „unterwiesen“ werden. Schade ist nur, dass die Qualität auf der Strecke bleibt, ebenso Ansprüche wie Differenzierung und Individualisierung.

Diese Maßnahme ist ausbaufähig. Was in Leherheide, Lehe und Geestemünde geübt wurde, kann vortrefflich an jeden Standort übertragen werden. In Anbetracht des Lehrermangels in den Schulen der Seestadt bietet diese Unterrichtsform eine echte Alternative bei personellen Engpässen.

Allerdings: Das Bremische Schulgesetz und die darin niedergeschriebenen Ansprüche werden außer Kraft gesetzt. Dies darf eine Senatorin für Kinder und Bildung nicht ruhen lassen. Sie muss die Notrufe „SOS“ und „Mayday“ ernst nehmen. Damit sie sich „ein Bild“ von der Situation in Bremerhaven machen kann, sind nun Einladungen zu Schulbesuchen an die Senatorin nach Bremen unterwegs.

30 der 37 Schulen in Bremerhaven haben diese ausgesprochen. Begründet werden sie u.a. so:

Mehr Menschen für Kinder, die mehr Hilfe brauchen
Kurz vor der Mathe-Abschlussprüfung ist der Matheunterricht ausgefallen, da unser Mathelehrer erkrankt war und es keine Vertretung gab – von Chancengleichheit kann man da nicht reden!
Wir benötigen richtige Toiletten und einen ungefährlichen Schulhof

Eine Grundschule formulierte eine sehr persönliche Einladung:

„Wir denken, du kennst unsere Stadt noch gar nicht richtig. Dass kann ja mal passieren, aber dich kennen wir auch noch nicht“. Eine andere Grundschule bietet sogar einen persönlichen Fahrservice an – von Bremen nach Bremerhaven und zurück.

Mit insgesamt 4500 Teilnehmer/innen wurden die Erwartungen der Veranstalter deutlich übererfüllt. Dies zeigt:

Die Senatorin ist gefordert einzugreifen. Sie muss sich zeigen.
Wo sind Sie, Frau Bogedan?

(Quelle: GEW Brhv.)

Neue Internetseite präsentiert Ferienangebote für Grundschüler

Mit einer neuen Internetseite werden Eltern von Bremerhavener Grundschulkindern künftig über Betreuungsangebote in den Schulferien informiert. Auf www.ferienprogramm-bremerhaven.de bündeln Magistrat, Zentralelternbeirat, Ev. Jugend und Stadtjugendring sowohl Ferienbetreuungsprogramme der Stadt als auch der Wohlfahrtsverbände und anerkannter Träger der Jugendhilfe.

Sommerferienangebot_Ganztags
Die Programmpalette reicht dabei von täglichen Betreuungsangeboten bis zu mehrtägigen Freizeiten im In- und Ausland und umfasst insgesamt den kompletten Zeitraum der nahenden Sommerferien. Doch auch für die Herbstferien im Oktober sind bereits erste Projekte gelistet. Auf der Internetseite (externer Link:  www.ferienprogramm-bremerhaven.de) lassen sich sämtliche Angebote mitsamt Zeiten und Kosten sowie Kontaktdaten für die Anmeldung finden.

Das Schulamt und das Amt für Jugend, Frauen und Familie, in deren gemeinsamer Regie mit dem Stadtjugendring und der Ev. Jugend Bremerhaven die Internetseite entstand, setzen damit einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um, die insbesondere für berufstätige Eltern ein verlässliches Ferienangebot schaffen wollte. Mit einer Abfrage unter den Eltern an den Bremerhavener Grundschulen, die gemeinsam mit dem Zentralelternbeirat durchgeführt wurde, wurde schließlich der Bedarf ermittelt.

Auf Grundlage der Auswertung wurden die Kapazitäten nochmals ausgebaut. “Gemeinsam mit den Anbietern freuen wir uns jetzt auf die eingehenden Anmeldungen”, so die Stadträte Michael Frost (Schule) und Klaus Rosche (Jugend).

1. Notfallübung „SOS“ Bremerhaven – Wo ist Frau Bogedan? 7. Juni

Bremerhavener Schüler/innen, Eltern und Pädagog/innen demonstrieren für mehr Geld für  die Bildung

Dienstagvormittag, 7. Juni 2016 – Veranstalter: Aktionsbündnis für Bildung Bremerhaven

Grundidee:

Bildungsnotstand 1. Notfalluebung


Die Situation an den Schulen spitzt sich weiterhin zu. Die durch den Senat in Bremen bereitgestellten Mittel reichen nicht aus, so dass für den „Notfall“ geprobt werden muss. In der Not sind Lehrkräfte gehalten, viele (bei unserer Aktion hunderte) Schüler*innen zu unterweisen. Dies geschieht, um einfach zu beginnen, mit der Einübung des Signals „SOS“. Dazu stellen sich die Schulen klassenweise in Riegen auf. Deutlich wird, dass Differenzierung und Individualisierung keinen Platz haben. Um dieser untragbaren Situation Abhilfe zu schaffen, ist Frau Bogedan gefordert. Sie wird von den Schulen zu einer „Inspektion vor Ort“ eingeladen.

Inhalte:

  • Exemplarische Einübung des Signals „SOS“ (3xkurz, 3xlang, 3xkurz) an drei Orten der Stadt als „Notfallübung“
  • Einsammeln einer Einladungskarte an die Frau Senatorin

    Umsetzung:

    a) „SOS“: Aufstellen in Riegen

    Rhythmisches Klatschen (3xkurz, 3xlang, 3xkurz)
    Verknüpfung mit Sprechchören („SOS“)

    Die Anleitung erfolgt durch Oberlehrer*innen vom Podest

    b) Einladungskarte:

    Die Schulen erhalten im Laufe der nächsten Woche eine große Einladungskarte, deren Vorderseite mit „SOS“ beschriftet ist. Die Rückseite, also die eigentliche Einladung, gestalten die Schulen jeweils spezifisch (Warum soll Frau Bogedan gerade in diese Schule kommen?)

    Visualisierung:  
    Ebenfalls im Laufe der nächsten Woche erhalten die Schulen Plakate (mit Wiedererkennungswert bezogen auf die vergangenen Aktionen).

    Sicherheit:  
    Wir setzen uns zentral mit der Polizei in Verbindung. Auch bei dieser Aktion ist es wichtig, dass die Schulen ihre Schüler/innen beaufsichtigen.

    Orte der 1. Notfallübung:
    9.00 Uhr              Julius-Leber-Platz (Leherheide)
    10.00 Uhr            Stadtpark / Hafenstraße (neben der Nordsee-Zeitung)
    11.00 Uhr             Holzhafen

    Die Schulen ordnen sich bitte dem für sie am Besten zu erreichenden Übungsort zu. Wir empfehlen, dass die Schulen die Aufstellung ihrer Riegen vorab proben.

Ferienbetreuung für Grundschüler/innen – Schulamt und ZEB starten Elternabfrage.

In vielen Familien laufen bereits die Planungen für die Sommerferien. Dabei sind insbesondere berufstätige Eltern auf eine Ferienbetreuung für ihre Kinder außerhalb des eigenen Urlaubs angewiesen. Hierfür gibt es in der Stadt Bremerhaven vielfältige Möglichkeiten. Ein spezielles Angebot für Grundschülerinnen und Grundschüler wird derzeit vom Schulamt in Kooperation mit dem Stadtjugendring und der Evangelischen Jugend Bremerhaven vorbereitet.

Den Bedarf für ein solches Angebot fragt das Schulamt in den kommenden Wochen in einem gemeinsam mit dem Zentralelternbeirat (ZEB) erstellten Rundschreiben ab. Schuldezernent Michael Frost und die Zentralelternbeirat-Vorsitzende Petra Weidmann gehen davon aus, dass der Kostenbeitrag für Eltern bei maximal 10 Euro pro Tag liegen werde, wobei sowohl tage- als auch wochenweise Buchungen des Betreuungsangebotes ermöglicht werden sollen.

Petra Weidmann: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Eltern gerade während der Sommerferien eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grunde haben wir uns in der Vergangenheit für dieses spezielle Betreuungsangebot für Grundschülerinnen und Grundschüler eingesetzt.“ Schuldezernent Frost ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit freien Trägern soll ermöglichen, das Ferienangebot außerhalb der Schulräume zu gestalten. Das ist ein wichtiger pädagogischer Faktor, um den Kindern neue Erfahrungsräume anzubieten.“ Selbstverständlich werde man das Angebot nicht in Konkurrenz zu bestehenden Betreuungsprogrammen wie etwa den traditionsreichen „Tagen im Grünen“ aufbauen, sondern als inhaltliche und organisatorische Ergänzung. Die Elternabfrage läuft derzeit an allen städtischen Grundschulen und über den ZEB. Zur Festlegung der genauen Kapazitäten wird um eine Rückgabe an die Klassenleitungen, die Geschäftszimmer der Schulen oder den ZEB bis Freitag, 26. Februar, gebeten.

Informationsschreiben an die Eltern

Hilfe, mein Kind wechselt die Schule! Wohin?

Veranstaltung für Eltern der 4. Klassen der Grundschulen in Bremerhaven am 18. und 20. Januar.

Der Zentralelternbeirat und die Oberschulrätin Frau Detering laden die betroffen Eltern ein, um über die Möglichkeiten der weiterführenden Schule zu informieren. Diese Veranstaltung soll als Vorinformation zu den Präsentationen der einzelnen weiterführenden Schulen dienen.

Hierzu laden wir die Eltern der 4. Klassen – aufgeteilt nach den Grundschulen Bereich Süd und Bereich Nord – herzlich ein.

Bereich Süd: 18. Januar 2016, 19:00 Uhr

in der Aula der Humboldtschule, Schillerstraße 87, Bremerhaven,
(Eingang von der Schillerstraße oder über den Schulhof Einfahrt Georg-Seebeck-Straße,
Parken auf dem Schulhof möglich).

Bereich Nord: 20. Januar 2016, 19:00 Uhr

in der Aula der Heinrich-Heine-Schule (Haupteingang, Erdgeschoss),
Hans-Böckler-Straße 30, Bremerhaven.

Gesamtelternbeiratssitzung fand am 13. Januar statt.

Senatorin Bogedan, Stadtrat Frost, ZEB Vorsitzende WeidmannDie Gesamtelternbeiratsitzung 2016 fand am 13. Januar 2016 um 19 Uhr in der Mensa der Amerikanischen Schule statt.

Gut 50 Elternvertreter/innen waren anwesend, um mit Frau Dr. Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung und Herrn Frost, Schuldezernent über die Schulentwicklung im Land Bremen und Bremerhaven zu diskutieren.

Hierbei spielten die Themen:

  • Welche finanziellen Mittel stehen Bremerhaven für das laufende Schuljahr
    zur Verfügung und welche Auswirkungen hat dies auf Schulentwicklung in
    Bremerhaven?
  • Welche zusätzlichen Finanzmittel und Lehrer/innen stehen zur Verfügung, um
    den Herausforderungen der aktuellen Flüchtlingswelle auf das Schulsystem
    gerecht zu werden?

in der anschließenden Diskussionsrunde eine Rolle.

Nach dem Hauptthema der GEB wurde vom ZEB-Vorstand noch der Rechenschaftsbericht für das Jahr 2015 vorgestellt. Der Rechnschaftsbericht liegt hier zum Donwmoald bereit: Rechenschaftsbericht 2015.